Stream A · Re-Implementierung
Phase 03 · GO BEYOND
DTx-Distributor für Emerging Markets.
Analog zum Pharma-Distributor: Wir lizenzieren Ihr DTx, implementieren es auf lokaler Regulatorik neu, zertifizieren es und betreiben es in Emerging Markets. Sie erhalten Revenue-Share – ohne eigenes Markt-Risiko, ohne Vorkosten.
Scale oder Go Beyond – wie entscheide ich?
Ihr Weg in einen neuen Markt folgt dessen Erstattungsstruktur.
Die Trennung zwischen Scale und Go Beyond ist strukturell, nicht geografisch. Entscheidend ist die Erstattungsstruktur des Zielmarkts:
- Scale – überall, wo DiGA-ähnliche, gesetzliche DTx-Erstattung existiert (DE, FR PECAN, BE mHealthBelgium, UK NICE ESF, weitere in Vorbereitung). DUX betreibt Ihr DTx als DTx-Operations-Partner, mit planbaren Monatskosten wie in Build.
- Go Beyond – in Emerging Markets ohne gesetzliche DTx-Erstattung (LATAM, SEA, MENA, Sub-Sahara). DUX übernimmt als DTx-Distributor Re-Implementierung, nationale Zulassung und Betrieb – analog zum Pharma-Distributor. Sie erhalten Umsätze über Revenue-Share, ohne Vorkosten.
Der Pharma-Distributor ist die denkbare Analogie: Er lizenziert ein Produkt vom Hersteller, bringt es durch lokale Zulassung, baut nationale Vertriebsstrukturen auf, rechnet mit dem Markeninhaber im Revenue-Share ab. Genau das machen wir für digitale Therapien – nur dass “Distribution” hier auch Re-Implementierung, nationale Medizinprodukte-Registrierung und laufenden Betrieb umfasst.
Warum Go Beyond
Revenue aus Märkten, in die Sie sonst nicht investiert hätten.
Für die meisten DTx-Hersteller endet die Expansion an der EU-Grenze aus einem nicht-technischen Grund: Das Investitions-Risiko für einen nicht-validierten Emerging Market ist aus dem eigenen Cashflow nicht tragbar. Jeder Zielmarkt verlangt eine eigene nationale Medizinprodukte-Registrierung, eigene Lokalisierung, eigene operative Infrastruktur, eigene Distribution. Parallel fehlt in Emerging Markets die gesetzliche Erstattungsstruktur, die in Scale-Ländern die laufenden Umsätze trägt – ohne sie fehlt in diesen Märkten die zahlende Seite für ein klassisches Abonnement in das Gesundheitssystem.
Das ist der Grund für Go Beyond – und für das Distributor-Modell. Im Pharma-Sektor ist dieser Weg lange etabliert: Ein Hersteller lizenziert sein Produkt an einen lokalen Distributor, der es durch die nationale Zulassung bringt, eine Abnehmerstruktur aufbaut und mit dem Markeninhaber im Revenue-Share abrechnet. Der Hersteller trägt kein Markteintritts-Risiko; der Distributor trägt das operative Risiko und profitiert von Umsätzen.
Die Abnehmerstruktur ist in Emerging Markets anders als in Europa. Wo in EU-Ländern fragmentierte Krankenkassen-Systeme oder Gesundheitsdienste den Zugang regeln, sind in vielen Zielmärkten wenige, große, nationale Instanzen der passende Gesprächspartner: Gesundheitsministerien mit Versorgungs-Mandaten, nationale Krankenversicherungs-Systeme mit Budget-Verantwortung, öffentliche Versorgungsnetzwerke. Für bestimmte Zielländer ist das der entscheidende strukturelle Hebel – und er ist weniger offensichtlich, als er klingt: Viele DTx-Hersteller denken Emerging-Markets-Expansion intuitiv als Retail-Problem und übersehen, dass nationale Buyer auf der Suche nach skaliert einsetzbaren Lösungen sein können.
Wir übertragen das auf digitale Therapien. Sie besitzen den klinischen Wirkmechanismus, die klinische Validierung und die CE-Konformität nach MDR. Wir übernehmen mit ausgewählten lokalen Partnern die Re-Implementierung, die nationale Medizinprodukte-Registrierung, den Aufbau der Abnehmer-Beziehungen und den operativen Betrieb. Sie bekommen Revenue aus Märkten, in die Sie sonst nicht investiert hätten – ohne Pauschallizenz, ohne Setup-Invoice.
Gleichzeitig erzählt die Versorgungssituation in vielen dieser Zielmärkte eine andere Geschichte als Europa: Fachärzt:innen-Dichte niedriger, klinische Infrastruktur ungleich verteilt, digitale Therapie oft primärer Zugang zur Versorgung – nicht weiterer Kanal. Der Markt ist groß, der Bedarf ist real, die regulatorische Landschaft in mehreren Ländern aufnahmebereit. Aber “aufnahmebereit” heißt nicht “anerkennungsfrei”.
Regulatorische Realität pro Zielmarkt
Emerging Markets mit eigenen Medizinprodukte-Behörden – angelehnt an IMDRF.
Für Zielmärkte außerhalb von EU und EWR gilt: Jeder Markt ist regulatorisch eigenständig; die mHealth Suite ist so gebaut, dass die Substanz der Akte wiederverwendbar ist, nicht die Akte selbst. Ausgewählte Emerging Markets mit eigenen Medizinprodukte-Behörden umfassen zum Beispiel ANVISA (Brasilien), BPOM (Indonesien), SFDA (Saudi-Arabien) und SAHPRA (Südafrika). Digital-Health-spezifische Regulatorik existiert in einigen dieser Länder noch nicht oder ist in Entwicklung; Medizinprodukte-Zulassung läuft über allgemeine Geräte-Frameworks. Viele Behörden orientieren sich an den SaMD-Leitlinien des IMDRF (International Medical Device Regulators Forum · Software als Medizinprodukt) – einem freiwilligen internationalen Konsens-Rahmen, nicht einer verbindlichen Regel. Datenhaltung, Lokalisierung und Post-Market-Anforderungen bleiben trotzdem länderspezifisch.
Der regulatorische Reifegrad dieser Märkte schwankt erheblich. Deshalb führen wir jedes Projekt mit einer expliziten Markt-Readiness-Einschätzung, bevor wir Lizenzen unterzeichnen – niemand gewinnt, wenn wir einen Markt eröffnen, der zwei Jahre später regulatorisch nachjustiert.
Zur Abgrenzung: Strukturiert regulierte Märkte – ob EU (DiGA, PECAN, mHealthBelgium), UK (NICE ESF + DTAC), USA (FDA SaMD + Commercial/Medicare/VA/Employer) oder Schweiz (MepV + KVG/privat) – gehören zu Scale. Dort betreibt DUX Ihr DTx als DTx-Operations-Partner weiter (planbare Monatskosten wie in Build). Go Beyond ist exklusiv für Emerging Markets ohne gesetzliche DTx-Erstattung.
Status
Aktuell in der Sondierungsphase. Wenn Sie mitgestalten wollen – sprechen wir.
Go Beyond ist eine strategische Ausrichtung, kein laufendes Distributor-Geschäft. Wir bauen das Modell aktiv auf – mit der mHealth Suite als regulatorischer und technischer Basis, mit ausgewählten Sondierungs-Gesprächen in Zielregionen, mit belastbaren Kriterien für lokale Partner.
DTx-Hersteller, die heute in Europa listen und auf die Frage “und danach?” eine Antwort brauchen, sollen diese Richtung kennen. Wer mit uns gemeinsam in einen Zielmarkt gehen will, ist früher willkommen als später – die ersten Go-Beyond-Engagements prägen, wie das Modell sich entwickelt.
Wie es funktioniert
Lizenzierung, Re-Implementierung, Betrieb – Revenue-Share.
Vor dem Rollout
Lizenz- und Kooperations-Vereinbarung
Lizenzmodell (nicht-exklusiv, marktspezifisch), Revenue-Share-Struktur, IP-Schutz, klinische Datennutzung. Was der Kunde bringt: den validierten Therapieansatz, die klinische Validierung und die CE-Konformitätsdokumentation nach MDR als Grundlage.Verantwortlich Kunde + DUX
Der Rollout · drei parallele Arbeitspakete pro Markt
Für jeden Zielmarkt wiederholen wir denselben Prozess – auf der mHealth Suite als Basis.
Lokalisierung der Therapie-Inhalte, Sprache, medizinische Terminologie, kulturelle Anpassung der Interventionen. Technische Basis bleibt die mHealth Suite – das Compliance-Fundament gilt.Stream B · Nationale Regulatorik
Markteintritt nach lokaler Medizinprodukte-Gesetzgebung. Datenschutz nach nationalen Standards. Kooperation mit der jeweils zuständigen nationalen Medizinprodukte-Behörde des Ziellandes – z. B. ANVISA (BR), BPOM (ID), SFDA (SA), SAHPRA (ZA). Jede Behörde deckt genau ein Land ab; Nachbarländer haben eigene Zuständigkeiten.Stream C · Operativer Aufbau
Hosting in der lokalen Rechtsordnung, Support in Landessprache, Integration in lokale Erstattungs- oder Distributions-Strukturen, Post-Market-Surveillance.Nach Go-Live
Laufender Betrieb mit Revenue-Share
Ab Marktstart zahlen Umsätze im Zielmarkt ins Revenue-Sharing ein. Wir übernehmen Operations, Compliance-Pflege, nationalen Support und Markt-Interface. Sie erhalten regelmäßige Auswertungen und Zahlungen – ohne operatives Engagement erforderlich.
Wer Sie sind
Drei Wege in den GO BEYOND.
Operations-Partner
Sie besitzen die IP. Wir betreiben den Markt.
DTx-Distributor
Sie wollen Reichweite. Wir haben den Markt.
Pharma-Export
Companion Apps für globale Rx-Portfolios.
Warum wir
Nicht Beratung, nicht Lizenz-Vermittlung. End-to-End-Verantwortung – sobald die Struktur steht.
Go Beyond ist kein Consulting-Angebot, in dem wir Ihnen erklären, wie ein Emerging Market funktioniert. Es ist ein operatives Modell in Aufbau: Wir werden Re-Implementierung, nationale Markteinführung, Hosting, Support und laufende Compliance übernehmen – mit unserem Team in Karlsruhe und lokalen Partnern vor Ort, die wir aktuell gezielt sondieren. Ihr Beitrag nach Vertragsabschluss bleibt klinische Führung: Sicherstellung, dass der medizinische Wirkmechanismus unverändert bleibt.
Dieser Weg trägt nur, weil die mHealth Suite genau darauf ausgelegt ist: Eine Plattform, viele Märkte, eine Compliance-Basis – mit Marktkonfiguration als Feature, nicht als Neu-Entwicklung. Die technische und regulatorische Voraussetzung ist da; der nächste Schritt sind die ersten konkreten Zielmärkte.
Nächster Schritt