Phase 02 · SCALE

DTx-Operations-Partner – auch über Deutschland hinaus.

Weitere Indikationen, weitere Märkte – auf derselben Plattform-Basis. Wie in Build begleitet DUX Ihr DTx als DTx-Operations-Partner, mit planbaren Monatskosten pro Markt statt einer Pauschallizenz. International befindet sich DUX im Markteintritt.

1 Rolle

DTx-Operations-Partner – in Build wie in Scale. Eine Kostenstruktur für Entwicklung und laufenden Betrieb, kein Kostenbruch beim Übergang in weitere Märkte.

EU+ Märkte

Zielbild: weitere Märkte mit eigenem Erstattungsweg, etwa FR (PECAN) und BE (mHealthBelgium). Erstattung bleibt national, jeder Markt steht für sich. International befindet sich DUX im Markteintritt.

90+ Module

vorvalidierte Module, wiederverwendbar pro Indikation. Jedes neue DTx startet auf derselben Plattform-Basis.

1 Prozesszertifikat

BSI-Prozesszertifikat nach TR-03185 (BSI-K-TR-0900-2026) für den Software-Entwicklungsprozess – gilt auch für jede weitere Indikation. BSI TR-03161 wird pro DiGA geprüft.

Warum Scale

Weitere Märkte auf derselben Plattform-Basis.

Ein DTx-Hersteller, der in Deutschland gelistet ist, hat zwei Fragen zugleich beantwortet – das ist die deutsche Besonderheit: Die BfArM-Entscheidung nach § 139e SGB V kombiniert regulatorische Eignungsprüfung und Eintritt in die GKV-Erstattung in einer Entscheidung für rund 73 Mio. gesetzlich Versicherte. Weitere Länder bauen vergleichbare Strukturen auf: Frankreich mit PECAN, Belgien mit mHealthBelgium M3. Großbritannien hat mit NICE ESF und DTAC Bewertungs- und Assurance-Rahmen, aber keinen DiGA-ähnlichen Erstattungsweg. Dazu kommen etablierte Nicht-EU-Regime mit eigenen Regulatorik-Pfaden: USA (FDA SaMD), Schweiz (MepV + CH-REP + Swissmedic).

Ihr DTx bleibt Ihres – Sie bleiben Hersteller. DUX bringt als DTx-Operations-Partner Plattform, Betrieb und regulatorische Unterstützung ein, wie in Build. International befindet sich DUX im Markteintritt. Die Kostenstruktur bleibt dieselbe: planbare Monatskosten statt einer Pauschallizenz pro Markt. Kein Kosten- oder Prozessbruch beim Übergang von Build in Scale.

Was Scale von Go Beyond unterscheidet. In Märkten ohne gesetzliche DTx-Erstattung gibt es keinen strukturellen Weg, ein DTx als laufendes Abonnement in das Gesundheitssystem einzuspeisen. Für diese Märkte baut DUX das Modell des DTx-Distributors auf: nationale Re-Implementierung, Zulassung und laufender Betrieb – analog zum Pharma-Distributor, vergütet aus Revenue-Share. Das ist Go Beyond, derzeit in der Sondierungsphase. Scale ist für strukturiert regulierte Märkte – ob mit DiGA-ähnlicher gesetzlicher Erstattung (DE, FR, BE), mit eigenen nationalen Bewertungs- und Erstattungswegen (UK, CH) oder mit etabliertem Regulatorik-Regime und vielfältigen Payer-Strukturen (USA: kommerzielle Versicherer, Medicare, Arbeitgeber).

Die CE-Kennzeichnung nach MDR ist EU-weit portabel. Die Schweiz läuft separat über MepV (CH-REP, Swissmedic) auf CE-Basis. In Großbritannien sind CE-gekennzeichnete Produkte nach EU-MDR derzeit bis 30.06.2030 verkehrsfähig (Stand Oktober 2026). Die USA laufen über eigene FDA-Pfade (510(k), De-Novo, PMA je nach Risikoklasse, 21 CFR 820). Erstattung bleibt national und strukturell heterogen – aber die Plattform trägt wiederverwendbare Bestandteile: MDR-Akte und Studienergebnisse sind Ausgangsmaterial. Frankreich (CNEDiMTS, ANS-Konformitätszertifikat) und Belgien (INAMI/RIZIV, ICT-Kriterien) prüfen eigenständig.

Regulatorische Landschaft

Marktzugang 2026 – drei Stufen.

Der Marktzugang für DTx lässt sich 2026 in drei Stufen einteilen: Stufe 1 mit gesetzlich geregelter DTx-Erstattung (DE, FR, BE), Stufe 2 mit Bewertungs- oder Erstattungsrahmen, aber ohne einheitlichen DTx-Erstattungsweg (UK, USA, CH, AT, IT), Stufe 3 fragmentiert oder ohne spezifischen DTx-Pfad. Diese Struktur trägt die Reihenfolge jeder Markt-Erweiterung.
  1. Drei Stufen – Markt-Realität pro Land

    CE-Kennzeichnung nach MDR ist die universelle regulatorische Vorbedingung. Erstattung ist es nicht. Die drei Stufen trennen, was einen gesetzlichen Erstattungs-Pfad hat (Stufe 1), was Assurance und partielle Erstattung bietet (Stufe 2), und wo Märkte über regionale oder private Pfade laufen (Stufe 3).

    Stufe 1 · Erstattung gesetzlich & skaliert

    Deutschland (DiGA) – § 33a und § 139e SGB V, DiGAV. Gesetzlicher Leistungsanspruch auf DiGA, die das BfArM in das Verzeichnis aufgenommen hat (§ 33a, § 139e SGB V). Seit dem 1. Januar 2026 müssen erfolgsabhängige Preisbestandteile mindestens 20 Prozent des Vergütungsbetrags ausmachen (§ 134 Abs. 1 SGB V).

    Frankreich (PECAN) – Prise en charge anticipée numérique, seit 2023 (Décret 2023-232). Bewertung durch die CNEDiMTS der HAS, Konformitätszertifikat der ANS zu Interoperabilität und Sicherheit, Vergütung per Ministererlass. Vorläufige Erstattung für ein Jahr; die dauerhafte Aufnahme (LPPR bzw. Telemonitoring-Liste) ist ein eigener Antrag. Strukturell mit DiGA verwandt.

    Belgien (mHealthBelgium + INAMI/RIZIV) – Validierungspyramide: M1 (CE, Meldung an die FAMHP, DSGVO), M2 (zulässiger Erstattungsantrag beim INAMI/RIZIV, ICT-Kriterien erfüllt), M3 (Finanzierung durch das INAMI/RIZIV in einem Versorgungspfad, vorläufig oder dauerhaft). Erstattet wird der Einsatz im Versorgungspfad, Voraussetzung ist Fernversorgung durch Gesundheitsfachpersonen.

    Stufe 2 · Strukturiert-Anders · Rahmen vorhanden, Erstattung unterschiedlich

    UK – NICE ESF (Evidence Standards Framework) plus NHS England DTAC. Bewertung und Assurance vorhanden, kein DiGA-ähnlicher Erstattungsweg; finanziert wird überwiegend regional über Integrated Care Boards und Trusts. In Großbritannien sind CE-gekennzeichnete Produkte nach EU-MDR derzeit bis 30.06.2030 verkehrsfähig (Stand Oktober 2026).

    USA (FDA SaMD) – Eigenständiger Regulatorik-Pfad über 510(k)-Clearance, De-Novo oder PMA je nach Risikoklasse, flankiert von der Quality Management System Regulation (QMSR, 21 CFR 820; seit 02.02.2026, bindet ISO 13485:2016 ein). Erstattung u. a. über Medicare-Abrechnungscodes für digitale Therapien (seit 2025), kommerzielle Versicherer und Arbeitgeber – breite Payer-Diversität statt eines einzigen gesetzlich geregelten Pfades.

    Schweiz – Schweizer MepV (seit 26.05.2021). Swissmedic als zuständige Behörde. CH-REP (Schweizer Bevollmächtigter) und Registrierung verpflichtend. Erstattung seit 01.07.2026 über die Mittel- und Gegenständeliste (MiGeL) der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, zunächst für digitale Gesundheitsanwendungen (dGA) zur kognitiven Verhaltenstherapie bei leichter bis mittelschwerer Depression; daneben Zusatzversicherungen und Spital-Beschaffung. Die Schweiz ist nicht MDR-nativ, sie nimmt CE als technische Basis an; regulatorisch greift die MepV.

    Österreich – 2026 noch kein gesetzlicher DiGA-Weg; der Dachverband der Sozialversicherungsträger hat ein Bewertungsverfahren pilotiert, Verschreibungen sind ab 2027 geplant. EU-MDR gilt (BASG).

    Italien – EU-MDR. Nationaler Gesundheitsdienst (SSN) mit 20 Regionen. Noch keine nationale DTx-Liste; ein Gesetz zur Erstattung digitaler Therapien im SSN hat im Mai 2026 die Abgeordnetenkammer passiert.

    Stufe 3 · Fragmentiert oder ohne DTx-Pfad

    Niederlande · Spanien · Polen · Nordische Länder – MDR-Regulatorik greift, digitale Therapie-spezifische Erstattungspfade existieren nicht oder nur als Pilot (Finnland). Teils wird digitale Versorgung erstattet, wenn sie eine erstattete Leistung ersetzt (Niederlande), teils regional (Schweden); Polen hat keinen Mechanismus. Marktzugang ist möglich, skaliert aber heute nicht.

Was skaliert

Drei Ebenen der Erweiterung – dieselbe Architektur.

  1. Ebene 1 · Weitere Indikationen

    Ein zweites DTx für eine zweite Indikation baut auf denselben 90+ Modulen auf. Was sich ändert: Zweckbestimmung, klinische Inhalte, Evidenzstrategie. Was gleich bleibt: Architektur, Sicherheitskonzept der Plattform, Datenschutz-Nachweise der Plattform, QMS-Prozesse. BSI TR-03161 wird pro DiGA geprüft.
  2. Ebene 2 · Weitere Märkte

    Österreich und weitere EU-Länder auf derselben MDR-Basis – die CE-Konformität gilt EU-weit. Schweiz separat über Schweizer MepV (CH-REP, Swissmedic) auf CE-Basis. Marktspezifisch zu lokalisieren: Sprache, Terminologie, medizinische Leitlinien, nationale Marktzugangs- und Erstattungswege (DE: DiGA · FR: PECAN · BE: mHealthBelgium). Die Plattform-Basis bleibt; der Aufwand je Markt wird im Projekt geplant.
  3. Ebene 3 · Operativer Betrieb

    Portfolio-Management über alle Indikationen und Märkte hinweg: Release-Koordination, Compliance-Updates bei regulatorischen Änderungen, Post-Market-Surveillance, Incident-Response – ein Plattform-Prozess für alle Indikationen statt paralleler Einzellösungen.
Plattform · einmal aufgebautBSI-Prozesszertifikat TR-03185 · ISO-13485-zertifiziertes QMS · MDR-Dokumentation · Nachweise für die BfArM-Datenschutzprüfkriterien

Was geteilt wird

Die Compliance-Infrastruktur, die nicht pro Produkt neu gebaut wird.

Das Kernversprechen ist Wiederverwendung der Compliance-Arbeit: Jede neue Indikation, jeder neue Markt baut auf Nachweisen auf, die einmal erbracht wurden – dem BSI-Prozesszertifikat nach TR-03185, dem ISO-13485-zertifizierten QMS und den Nachweisen für die BfArM-Datenschutzprüfkriterien.

Plattform-Compliance (einmal aufgebaut)

BSI-Prozesszertifikat nach TR-03185 (BSI-K-TR-0900-2026, seit 17.07.2026; erstes Unternehmen mit einem BSI-Prozesszertifikat nach TR-03185) · ISO-13485-zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem (TÜV Hessen) · hochgradig automatisierte technische Dokumentation nach MDR · DSGVO-Framework · Nachweise für die BfArM-Datenschutzprüfkriterien

Technische Basis (pro Indikation wiederverwendbar)

Modulare Architektur · Gesundheitsdaten-Integration · Release-Management · Monitoring & Incident-Response

Internationalisierung

Mehrsprachigkeit · medizinische Terminologie pro Markt · Lokalisierung für nationale Marktzugangswege (heute: DE/DiGA)

Portfolio-Operations

Release-Koordination · Compliance-Updates über das Portfolio · Post-Market-Surveillance

Pro-DiGA-Nachweise (wiederholt pro Produkt)

BSI TR-03161 Cybersicherheits-Nachweis · klinische Bewertung pro Indikation · produktspezifische CE-Kennzeichnung (Klasse I: Konformitätserklärung; Klasse IIa: mit Benannter Stelle)

Continuous Compliance

kommende DiGAV-Änderungen · BfArM-Prüfkriterien-Updates · BSI-TR-Revisionen · MDR-Änderungen – plattformweit umgesetzt; produktbezogene Nachweise und Anzeigen bleiben pro DiGA

Die Rechnung

Ein Markt, zwei Märkte, drei Indikationen – die Kostenkurve.

Traditionelle EntwicklungmHealth Suite
Zweite Indikation (Zeit bis CE-Kennzeichnung)typischerweise erneut 9–18 Monate (Custom-Entwicklung)12 Wochen für den Phase-1-Block bis zum DiGAV-konformen, CE-gekennzeichneten Produkt (klinische Bewertung und bei Klasse IIa Benannte Stelle bleiben)
Zweite Indikation (Entwicklungskosten)individuell, deutlich höher als Plattform-Wiederverwendungdeutlich reduziert – Module sind vorvalidiert
Expansion Österreich (EU-MDR)neue Infrastruktur, neuer regulatorischer AufbauCE-Kennzeichnung gilt, marktspezifisch lokalisiert
Expansion Schweiz (MepV)neue Zulassungsroute, eigene InfrastrukturCE-Basis unter MepV-Bedingungen anerkannt, CH-REP und Registrierung bei Swissmedic zusätzlich
BSI TR-03185 pro weitere Indikationeigenes Prozess- oder Anwendungszertifikat nötigDUX-Prozesszertifikat (BSI-K-TR-0900-2026) gilt für den Entwicklungsprozess, auch für jede weitere Indikation
QMS-Prozesse über das PortfolioPlattform-Nachweise und Prozesse je Produkt neu aufbauenQMS-Prozesse und Plattform-Nachweise von DUX für alle Indikationen; das Hersteller-QMS nach MDR bleibt
Regulatorische Änderungen (kommende DiGAV-Novellen)pro Produkt nachziehenplattformweit umgesetzt, Produktnachweise je DiGA

Wer Sie sind

Zwei Wege in den SCALE.

Multi-Market-Operations · DTx-Operations-Partner

Ihre DiGA ist gelistet. Jetzt geht es um weitere Länder.

Sie haben den deutschen Markt erobert und stehen vor der Frage, wie Frankreich (PECAN), Belgien (mHealthBelgium M3), UK (NICE ESF + DTAC), Österreich, Italien und die Schweiz zu öffnen sind, ohne die regulatorische Infrastruktur pro Land neu aufzubauen. Wir lokalisieren Ihr Produkt: Sprache, Terminologie, länderspezifische Marktzugangs- und Erstattungspfade. Die CE-Kennzeichnung nach MDR gilt EU-weit; die Schweiz läuft separat über Schweizer MepV (CH-REP, Swissmedic) auf CE-Basis. Erstattung bleibt national; gesetzliche DTx-Wege gibt es in Frankreich (PECAN) und Belgien (mHealthBelgium M3). DUX begleitet den Schritt als DTx-Operations-Partner – wie in Build, mit planbaren Monatskosten pro Markt statt einer Pauschallizenz; international befindet sich DUX im Markteintritt.

Portfolio-Expansion · DTx-Operations-Partner

Eine Indikation hat funktioniert. Die zweite soll nicht wieder bei null anfangen.

Ihr erstes DTx ist gelistet, die Erstattung läuft, die Evidenzbasis wächst. Jetzt soll die zweite Indikation folgen – idealerweise ohne die regulatorische Startphase erneut zu durchlaufen. Wir konfigurieren aus den 90+ Modulen Ihrer bestehenden Plattform-Umgebung eine neue Zweckbestimmung. Das BSI-Prozesszertifikat nach TR-03185 gilt für den Entwicklungsprozess, die QMS-Prozesse gelten. Was neu entsteht: klinische Bewertung, produktspezifischer TR-03161-Nachweis und – bei Klasse IIa – Review durch die Benannte Stelle. DUX betreibt das zweite DTx als DTx-Operations-Partner mit planbaren Monatskosten pro Produkt; die Portfolio-Struktur ist verhandelbar.

Nächster Schritt

Ihr Portfolio-Plan. Unsere Kosten-Einschätzung. Dreißig Minuten.

Sagen Sie uns, wo Sie heute stehen – ein DTx gelistet, zwei in Planung, EU-Expansion im Boardraum. Wir rechnen Ihnen durch, was Build vs. Scale bedeutet und wo die Plattform den Unterschied macht.
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